From Thailand with love: Stuttgarter Food Startup Gründerin Pim Ampikitpanich

Meine heutige Gesprächspartnerin Pim Ampikitpanich sieht aus, als ob sie einem Werbeflyer von TUI entsprungen wäre: Eine bezaubernde Thailänderin mit makelloser Haut, nur noch eine Frangipani-Blume im Haar fehlt. Pims elfenhafte Erscheinung – zarter Körperbau und unschuldig dreinblickende Augen – kann täuschen, stelle ich im Verlauf unseres Gesprächs fest. Dahinter verbirgt sich der unbeugsame Wille, ihr Food Startup KONKRUA zum Erfolg zu führen.

KONKRUA’s Slogan „Bring back the taste of Thailand“ bringt genau auf den Punkt, was Pim damit erreichen wollte. Menschen, die Thailand als Urlaubsland besucht und die thailändische Küche zu lieben gelernt haben, sollen die Möglichkeit bekommen, diesen Geschmack zu sich nach Hause zu holen. KONKRUA stellt zusammen und liefert Food-Boxen mit allen Zutaten – direkt aus dem Land der Frangipani-Blumen.

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Neuanfang gelungen: Ella holt Kunst aus Osteuropa nach Stuttgart

„Jetzt geht’s los!“ – Ella und ich lachen auf. Ich klicke auf „record“ und wir starten mit dem „Immigrant Entrepreneur“-Interview in Ellas Räumen im Coworking Space in Stuttgart-Mitte. Der Raum im Herzen der Stadt sieht eher nach einer Kunstgalerie aus oder einem Designer-Popup Store. Ella bietet nicht nur einen Platz für den Laptop und eine Sitzgelegenheit zum Arbeiten an, sondern gleichzeitig auch Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen. Somit entsteht eine gelungene Kombination aus pragmatischer Einrichtung auf der einen Seite und kreativer Anregung auf der anderen.

Mein erster Eindruck von Ella: Die Frau ist eine coole Mischung aus Galeristin und Berliner Hipster – grauer Pullover, nackte Beine und Nieten-Stiefeletten. I like! Ihre Ausstrahlung während unseres Gesprächs ruft in mir das Bild von einem Glas mit sonnengelbem frischgepresstem Orangensaft hervor.

Diese Frau hat viel erlebt, sie mag ihr Leben farbenprächtig und sie gibt gern.

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Traumfrau in MINT

Viele Medien bringen immer wieder Meldungen darüber, wie gefragt Frauen in den sogenannten MINT-Berufen sind (MINT steht für Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften und Technik). Meine Immigrant Entrepreneur-Heldin des Monats August, Natalia Obholz, wäre danach der wahrgewordene Traum eines jeden Diversity-Beauftragten in einem Großunternehmen: Die aus Russland stammende Frau spricht vier Sprachen, hat ein gutes Maschinenbaustudium vorzuweisen und bereits Erfahrung bei einem internationalen Konzern im Bereich Gebäudetechnik gesammelt. Dennoch bekommt Natalia, als sie nach einem 3-jährigen Aufenthalt in Kolumbien nach Deutschland zurückkehrt und sich auf Jobsuche begibt, von einem Mitarbeiter des Arbeitsamtes die Aussage, sie sei „nach einer solchen Pause nicht vermittelbar“.

Für Natalia kein Grund, sich diesem Urteil zu ergeben. Ihre Lebensgeschichte hat sie gelehrt, zu kämpfen: Zu Hause hat sie schon früh ihre Interessen gegenüber ihrem älteren Bruder zu verteidigen gewusst. Als sie mit 14 Jahren nach Deutschland kommt, muss sie sehr schnell nicht nur die Sprache lernen, sondern sich auch in einer neuen Kultur zurechtfinden.

3 Jahre nach ihrem frustrierenden Besuch beim Arbeitsamt führt Natalia zusammen mit ihrem kolumbianischen Mann Tito ihr eigenes Unternehmen Energiemanagement Outsourcing und betont mir gegenüber: „Ich bin froh, dass alles so gekommen ist.“

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Italienischer Migrant als Unternehmer in Deutschland: „Lang lebe die deutsche Bürokratie!“

Angelo Mascaro ist der einzige Italiener, den ich kenne, der keinen Wert auf exklusive Hemden mit schicken Manschettenknöpfen und die entsprechende Sonnenbrille legt. Aber ein wenig italienischer Eitelkeit ist ihm geblieben: Als uns Skype zum Interview live verbindet, stelle ich fest, dass die Farbe seines Brillengestells haargenau zum Grün der Vorhänge in seinem Office passt.
Erstaunt murmele ich statt einer Begrüßung: „Your glasses match the curtains… They are green.”
“Oh, yes!”- sagt Angelo, “I’ve got another pair of glasses in orange; those are the colors of my business: orange and green.”
Die Firma von Angelo, die MIT GmbH (hat nichts mit dem berühmten Massachusetts Institute of Technology zu tun), entwickelt Lösungen für Messsysteme optischer Instrumente. Der Italiener lebt und arbeitet als Selbständiger seit 2014 in Deutschland, liebt die deutschen Tugenden und preist in unserem Gespräch die Güte des deutschen Finanzamtes an. Weiterlesen →

Network Marketing Queen Zuzana Graf über ihren Weg zur finanziellen Freiheit

Zuzana_Graf_Immigrant_EntrepreneurWährend unserer Unterhaltung per Skype strahlt Zuzana eine geerdete und gleichzeitig sehr ansteckende Kraft aus. Diese Art von Ausstrahlung spürt man bei jemandem, die weiß, wovon sie spricht. Frauen zu mehr finanzieller Unabhängigkeit zu verhelfen und ihnen zu ermöglichen, ihr volles Potenzial zu leben ist für Zuzana kein Werbeslogan, sondern ihr Lebensinhalt und Tagesgeschäft.

Ihr eigener Weg dahin begann vor knapp 18 Jahren, als die gebürtige Tschechin beschlossen hat, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und alles dafür zu tun, um für ihre zwei Söhne und sich selbst eine bessere Zukunft gestalten zu können. Weiterlesen →

Youtube für Audio: SpeakStaff Gründer Albert über seine Visionen

Foto_Albert_BrueckmannAlbert Brückmann und ich haben uns bei einem Meeting kennengelernt, bei dem wir über eine mögliche Kooperation zwischen Lidl und Alberts Projekt SpeakStaff diskutiert haben. Der dynamische junge Mann erzählte überzeugend über die Vorteile von SpeakStaff für Unternehmen. SpeakStaff verwandelt Texte von Blogbeiträgen, Newslettern oder Trainingsunterlagen in hörbare Inhalte. Man ist nicht mehr auf Papier oder Bildschirm angewiesen, sondern kann die Hörbeiträge immer und überall hören. Was Youtube für Video ist, will SpeakStaff für Audio werden.

Die Idee zu SpeakStaff, erzählte mir Albert später, ist ihm in der Badewanne gekommen. Als Familienvater und Unternehmer hatte er häufig zu wenig Zeit, um Blogartikel zu lesen, die ihn interessiert haben. “Wie schön wäre es”, dachte er sich, “wenn ich die aktuellen Beiträge aus meinem Lieblingsblog jetzt beim Entspannen in der Badewanne hören könnte!”

Gedacht, getan. Aktuell wurden die Produktionen von SpeakStaff mehr als 160.000 Mal bei iTunes abgespielt – und nun will Albert in den Business-Bereich expandieren. Weiterlesen →

Geld verdienen mit Leidenschaft für Bier – wie Beer Embassy Gründer Gustavo Blazek.

Gustavo_Blazek_BeerEmbassySeit er mit 15 seine Leidenschaft für Bier entdeckte, hat Gustavo mehr als 1.400 (leere) Bierflaschen gesammelt. Seine Kollektion hat ihn aus seiner Heimatstadt Sao Paolo in Brasilien nach Deutschland begleitet und wurde seitdem ordentlich aufgestockt.

Während unseres Interviews sehe ich überall dort, wo andere Menschen Bücher aufbewahren, in Gustavos Wohnung Flaschen stehen. Zu jeder Flasche kann Gustavo eine Story erzählen: die Geschichte der Marke und des Inhabers, Einordnung in die Biergeschichte sowie Besonderheiten des Geschmacks.

Gustavo Blazek ist wahrlich jemand, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Mit seiner Firma Beer Embassy organisiert er unterhaltsame Beer-Tastings: Entertainment-Abende, wo je nach Rahmen und Wunsch des Auftraggebers mehrere Biersorten verköstigt werden. Dazu gibt es die spannenden Geschichten und Kommentare vom Bierkenner Gustavo.

Es ist 15 Uhr, als wir mit unserem Interview starten und für ein Bierchen noch zu früh… Sein Deutsch ist gut, aber er antwortet auf meine Fragen lieber auf Englisch. Weiterlesen →

„Baue auf Deine Stärken!“ – 3 Ratschläge an Migranten, die gründen wollen, vom Qymatix-Gründer Lucas Pedretti

Woran denkst Du bei Argentinien? Ich persönlich an argentinische Steaks, “The Yellow Iris”-Krimi von Entrepreneur Coach zu Gast bei QymatixAgatha Christie und aus irgendeinem Grund an Casablanca. Seit einer Veranstaltung des CIE Karlsruhe im letzten Sommer, wo ich Lucas kennengelernt habe, denke ich bei Argentinien auch an Innovationen im Bereich Predictive Sales Analytics.

Lucas stammt aus Argentinien und hat mit Qymatix vor 2 Jahren gegründet – Qymatix liefert eine Software, die Vertriebsleute dabei unterstützt, die vorhandenen Kaufpotenziale ihrer Kunden besser zu erkennen und zu nutzen. Mittlerweile wurde Qymatix mehrfach als “Most Innovative Startup” von verschiedenen Gremien ausgezeichnet und hat ein begeistertes Team.

Ich habe die Entwicklung von Qymatix seit letztem Jahr begleitet und bin immer wieder von der Hartnäckigkeit, mit der Lucas seine Ziele verfolgt, fasziniert und will von ihm erfahren, was ihn dazu antreibt. Wir unterhalten uns in einem Gemisch aus Deutsch und Englisch. Meine Muttersprache ist Russisch, Lucas ist zweisprachig aufgewachsen und spricht neben Italienisch und Spanisch auch Englisch, Französisch und Deutsch. Weiterlesen →

Ihr Erfolgrezept: Kuchen und Kaltakquise! Immigrant Entrepreneur in Germany Elisabeth Schoch.

entrepreneur-coach-karlsruhe_280316“Ich habe mich bisher nie als Migrantin betrachtet…” – eröffnet mir am Anfang unserer Unterhaltung die gebürtige Norwegerin Elisabeth Schoch. “Anders zu sein und einen Akzent zu haben hatte in meinem Geschäftsleben keine Auswirkungen, glaube ich. Ich habe mich nie benachteiligt gefühlt, hatte aber auch keinen Vorteil daraus. Ausser dass ich mit Ihnen sprechen darf.” – wir lachen beide auf. Elisabeth wohnt seit über seit 20 Jahren in Deutschland, hat hier mit ihrem deutschen Mann zwei Töchter bekommen.

Seit zwei Jahren betreibt sie erfolgreich die NAJKA Agentur. Mit ihrer Geschäftspartnerin hat sie sich eines für die meisten Kleinunternehmer langweiligen Themas angenommen: sie analysieren und dokumentieren Arbeits- und Prozessabläufe, erstellen Arbeitsplatzbeschreibungen und organisieren die Dateiordnerstruktur online für die Unternehmen so, dass es zeitsparend und effektiv für alle Mitarbeiter ist. Weiterlesen →